Es existieren diverse externe Diskettenlaufwerke für den Amiga. Die Mehrheit dieser Geräte ist ausschließlich für die Verwendung von 3,5 Zoll DD-Disketten konzipiert. Das Commodore A1020, welches im Jahr 1986 eingeführt wurde, stellt eine Ausnahme dar und zählt zu den wenigen 5,25-Zoll-Laufwerken, die für den Amiga verfügbar sind. Es ist jedoch zu erwähnen, dass das Laufwerk nicht primär für die Kompatibilität mit AmigaOS entwickelt wurde, sondern vielmehr den Datenaustausch zwischen Amiga- und PC-Systemen vereinfachen sollte.

Das A1020 Diskettenlaufwerk ist ausschließlich für die Verwendung von 5,25 Zoll Double Density Disketten mit einer maximalen Kapazität von 360 Kilobyte konzipiert. Es unterstützt eine maximale Anzahl von 40 Zylindern. Dem Laufwerk lag eine Diskette mit dem PC-Emulator „Transformer“ bei, welcher den Zugriff auf PC-Software ermöglicht. Des Weiteren enthielt der Lieferumfang Sticker zur Kennzeichnung der Amiga-Tastatur, um die Bedienung des PC-Emulators zu vereinfachen.
Eigentümer einer PC Bridge-Karte, welche die Ausführung von PC-Software auf dem Amiga ermöglichte (keine Emulation, sondern echte Hardware), stellten ebenfalls eine Zielgruppe dieses Laufwerkes dar. Die Bridge-Karte ermöglichte einen direkten Zugriff auf das externe Laufwerk.
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| Amiga Bridge-Board A2386 |
Obwohl die Verwendung des Laufwerks als Amiga-Laufwerk möglich ist, sollte man mit gewissen Einschränkungen rechnen. Das Laufwerk wird nicht automatisch durch AmigaOS eingebunden, sondern erfordert die manuelle Erstellung einer Mountlist durch den Benutzer. Des Weiteren ist das Laufwerk nicht in der Lage, Diskettenwechsel selbstständig zu erkennen. Diese müssen daher manuell mittels des Befehls „Diskchange“ durchgeführt werden. Eine unter AmigaOS formatierte 5,25“-Diskette verfügt über eine Speicherkapazität von 440 KB, was exakt der Hälfte der Speicherkapazität von Disketten entspricht, die in 80-Track-Laufwerken formatiert wurden.
Das A1020 Laufwerk weist eine Ähnlichkeit mit dem VC1571 Laufwerk auf, insbesondere hinsichtlich des Gehäuses. Bei genauerer Betrachtung lassen sich jedoch einige wenige Unterschiede feststellen. Die Rückseite unterscheidet sich wesentlich, da sich dort keine IEC-Ports befinden. Vielmehr ist das A1020 mit einem zusätzlichen Floppy-Port ausgestattet, an den weitere Laufwerke parallel angeschlossen werden können.
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| Links A1020, rechts VC1571 |
Nach Entfernung der Abdeckung werden im Wesentlichen drei Komponenten sichtbar: das eigentliche Laufwerk, bei dem es sich um ein PC-Laufwerk handelt, der Controller sowie das integrierte Netzteil. Dieses Netzteil ist für eine Spannung von 110 Volt ausgelegt. Für den Betrieb des Laufwerks in Europa ist ab Werk die Verwendung eines entsprechenden Transformators erforderlich.
Die Verbreitung dieses Laufwerks scheint recht gering zu sein. Die Suche auf bekannten Online-Marktplätzen bringt nicht viele Treffer, und selbst bei Erfolg sind die angebotenen Preise sehr hoch.






